Ratenplan

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ratenplan Eine der Makler- und Bauträgerverordnung entsprechende Fälligkeitsklausel im notariellen Bauträgervertrag kann folgendermaßen lauten:

"Die Höhe der vom Erwerber zu zahlenden Raten legt der Veräußerer nach seinem freien Ermessen entsprechend dem tatsächlichen Bauablauf fest, wobei er sie nur aus den folgenden Vom- Hundert- Sätzen zusammensetzen und höchstens sieben Teilbeträge anfordern darf:

  • 25 % nach Beginn der Erdarbeiten,
  • 28 % nach Rohbaufertigstellung, einschließlich Zimmererarbeiten,
  • 5,6 % für die Herstellung der Dachflächen und Dachrinnen,
  • je 2,1 % für die Rohinstallation der Heizungsanlagen, der Sanitäranlagen und der Elektroanlagen,
  • 7 % für den Fenstereinbau, einschließlich der Verglasung,
  • 4,2 % für den Innenputz, ausgenommen Beiputzarbeiten,
  • 2,1 % für den Estrich,
  • 2,8 % für die Fliesenarbeiten im Sanitärbereich,
  • 8,4 % nach Bezugsfertigkeit und Zug um Zug gegen Besitzübergabe,
  • 2,1 % für die Fassadenarbeiten,
  • 3,5 % nach vollständiger Fertigstellung.

Sofern einzelne Leistungen nicht anfallen, ist der jeweilige Vom- Hundert- Satz anteilig auf die übrigen sieben Raten zu verteilen.

Die so berechneten Raten sind zur Zahlung fällig, wenn die der angeforderten Rate entsprechenden Arbeiten durchgeführt sind, nicht aber vor Eintritt der vorgenannten Grundvoraussetzungen und nicht vor Ablauf von zehn Tagen, nachdem der Veräußerer den Erwerber zur Zahlung unter Vorlage einer Bestätigung des Bauleiters über den Baufortschritt aufgefordert hat.

Der Restbetrag von 5 % ist zur Zahlung fällig, wenn

a) entweder ein in der Bundesrepublik Deutschland zum Geschäftsbetrieb befugtes Kreditinstitut oder Kreditversicherer dem Erwerber eine Sicherheit für die rechtzeitige Herstellung des Werks ohne wesentliche Mängel in Höhe von mindestens 5 % des Kaufpreises gestellt hat und die betreffende Erklärung dem Erwerber zugegangen ist, frühestens aber, wenn die vorgenannten Grundvoraussetzungen vorliegen und mit den Erdarbeiten zu dem vertragsgegenständlichen Bauvorhaben begonnen worden ist, oder

b) wenn das Vertragsobjekt rechtzeitig und ohne wesentliche Mängel fertiggestellt ist. Ist dies nicht der Fall, bestimmt sich die Fälligkeit nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Ob entsprechend vorstehend Buchst. a) oder b) verfahren wird, bestimmt der Veräußerer."

Bevor überhaupt eine Rate angefordert werden darf, müssen bestimmte Grundvoraussetzungen vorliegen. Insbesondere muss eine Eigentumsvormerkung zugunsten des Käufers im Grundbuch eingetragen und die Lastenfreistellung gesichert sein.

Abweichungen von diesem Ratenplan zuungunsten des Käufers sind nach der MaBV unzulässig. Ratenplan nach der Makler- und Bauträgerverordnung

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